Der Fuchs

 

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Der Fuchs - Allgemeines

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Der Fuchs (gemeint ist im deutschen Sprachraum oft der Rotfuchs) gehört zur Familie der Hunde und ist damit verwandt mit den Wölfen und Haushunden. Der Fuchs hat im Laufe der Evolution eine hohe Anpassungsfähigkeit entwickelt, welche durch seine Nahrungsaufnahme verdeutlicht wird. Er ist ein Nahrungsgeneralist und auf keine bestimmte Nahrung spezialisiert. So nimmt er gerne eine Nahrungspalette von Früchten über Kleinwild und Aas bis hin zu dem Inhalt von Kehrrichtsäcken und Komposthaufen an.
Zudem besitzt er sehr gut ausgeprägte Sinnesorgane, welche durch ein enormes Misstrauen ergänzt werden. Daraus folgend ist der Fuchs ein sehr vorsichtiges Tier.
Alle diese Eigenschaften erlauben dem Fuchs eine Besiedlung von fast allen Lebensräumen auf fast allen Kontinenten dieser Welt.

 

Warum muss der Fuchsbestand durch menschlichen Eingriff reguliert werden? Übersicht

Die Viruserkrankung „Tollwut“ stellte für lange Zeit eine natürliche Regulation des Fuchsbestandes dar. Die Krankheit wird über den Speichel des Tieres übertragen und führt innerhalb kurzer Zeit zum Tod. Durch die breit angelegten Impfkampagnen gegen die Tollwut mit ausgestreuten Impfködern, wurde diese natürliche Regulation durch den Menschen aufgehoben. Die Folgen für den Lebensraum Wald waren enorm. Durch die sich ausbreitende Fuchspopulation wurden andere Tierarten (z.B. bodenbrütende Vögel) stark dezimiert.
Nach dem Erreichen der maximalen Bestandsdichte des Fuchses im Lebensraum Wald, drang die Fuchspopulation bis in die Siedlungsgebiete des Menschen vor. Unglaublich, aber selbst in Grossstädten ist der Fuchs heute häufig anzutreffen. In den Siedlungsgebieten des Menschen findet der Fuchs ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Dieses besteht aus: Abfällen auf offenen Komposthaufen; Mäuse, die von Komposthaufen angezogen werden; im Strassenverkehr verunglücktes Wild; Obst; Abfälle aus Kehrrichtsäcken; ungenügend gesicherte Haustiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Gänse).
Um das Gleichgewicht im Lebensraum Wald wiederherzustellen und auch Konflikte zwischen Mensch und Fuchs in menschlichen Siedlungsgebieten zu vermeiden, bedarf es einer Regulation des Fuchsbestandes. Eine Möglichkeit dies zu bewerkstelligen ist die Fangjagd mit dem Einsatz von Fuchsfallen (Kastenfallen, Lebendfallen).

 

Können Drahtkastenfallen zum Fang eines Fuchses verwendet werden? Übersicht

Drahtkastenfallen sind tierschutzrechtlich sehr bedenklich und dürfen mit nur einer Ausnahme für die Fangjagd verwendet werden. Diese Ausnahme ist der Fang von Fuchswelpen. Jungfüchse sind sehr neugierig und besitzen noch kein Gefahrenbewusstsein, weswegen diese Falle von Ihnen angenommen wird. Zum Fang wird eine Drahtkastenfalle in den Eingang des Fuchsbaus geschoben. Wenn die Jungfüchse ihre ersten Erkundungen ausserhalb des Fuchsbaus wagen, gehen diese in die Falle. Werden Drahtkastenfallen zum Fang von Fuchswelpen eingesetzt, müssen diese alle zwei Stunden kontrolliert werden. Ausgewachsene Füchse können mit Drahtkastenfallen nicht gefangen werden, weil Sie diesen Fallentyp nicht annehmen.
Tierschutzrechtlich bedenklich sind Drahtkastenfallen, weil der Fuchs und auch andere Raubtiere in der belichteten Drahtkastenfalle sehr unruhig wird und unentwegt versucht auszubrechen. Die Tiere werden dabei unnötigem Stress ausgesetzt. In den geschlossenen und dunklen Kastenfallen beruhigt sich das Raubwild hingegen sehr schnell.