Der Marder

 

Übersicht  

 

Der Marder - allgemeines Übersicht

Die Marder gehören zu der Familie hundeartiger Raubtiere und sind somit hauptsächlich Fleischfresser. Während zur Familie der Marder unter anderem auch Dachse, Iltisse, Otter und Wiesel gehören, sind in der Umgangssprache mit „den Mardern“ meistens die Echten Marder, unter anderem der Stein- und der Baummarder, gemeint.
Oft gerät nur der Steinmarder mit dem Menschen in Konflikt, weil er, im Gegensatz zu seinem Vetter, dem Baummarder, die menschliche Nähe sucht. Der Steinmarder hat eine Körperlänge von etwa 40 – 50 cm und ist etwa so lang wie eine Katze, jedoch schlanker und flacher und wiegt ca. 1,5 kg. Das Fell des Steinmarders ist bräunlich und er besitzt eine lange, struppige Rute. Sein auffälligstes Merkmal ist der weiße Kehlfleck.
Da die Marder über einen sehr schlanken Körper verfügen, sind sie sehr wendig, gute Kletterer, können bis 2 m hohe Hindernisse überwinden und sich durch 5 cm große Löcher zwängen.
Der Marder ist weltweit verbreitet und ein Einzelgänger, welcher sein Revier durch Urin und Kot markiert.
Der Mensch selber bekommt den Marder eher selten zu Gesicht, weil er ein dämmerungs- und nachtaktives Tier ist.

Abbildung eines Steinmarders                      Abbildung eines Baummmarders
Abbildung eines Steinmarders   Abbildung eines Baummarders

 

Wie kann man einen Marder im Haus/ auf dem Dachboden/ am Auto erkennen? Übersicht

Häufig vermutet man einen Marder in seinem Haus, im Dachstuhl oder an seinem Auto, wenn die nächtliche Ruhe durch Gepolter gestört oder Kabel im Motorraum des Autos durchgebissen sind. Die Tiere sind dabei nicht nur in ländlichen Regionen sondern auch in Grossstädten häufig anzutreffen.
Der Marder hinterlässt oft Kot als Reviermarkierung und kann anhand dessen recht gut identifiziert werden. Der wurstartige Kot ist etwa 8–10 cm lang und 1–2 cm dick und endet in einer gedrehten Spitze. Oft ist er mit Beuteresten versetzt und besteht aus dicht zusammengedrehten Haaren, Federn oder Obstkernen.

Kot eines Marders                      Grössenvergleich Kot eines Marders
Zerstörte und durch Kot verunreinigtes Dämmungsmaterial   Marderkot

 

Wie kann man den Marder vertreiben? Übersicht

Bitte beachten Sie, dass der (Stein-) Marder unter das Tierschutzgesetz fällt, und damit in der Schweiz dem Jagdrecht unterliegt. Für sie gilt somit eine Jagd- und Schonzeit (16.02. – 31.08.). Das heißt, sie dürfen in diesem Zeitraum nicht getötet werden.
Ein Marderschaden kann jedoch grosse Löcher im Geldbeutel hinterlassen, so dass man die Anwesenheit eines Marders nicht ignorieren sollte. Unsere Empfehlung ist der Fang des Tieres in einer Lebendfalle (Marderfalle). Dem Marder werden dadurch Qualen, wie zum Beispiel durch das Vergiften erspart. Auch der Einsatz von Schallgeräten ist nicht unumstritten, da diese das Gehör des Marders schädigen können. Durch die Schädigung des Gehöres wird der Marder ausserdem unempfindlich gegen die Schallquelle und wird im schlimmsten Fall nicht vertrieben. Nicht sinnvoll ist es den Marder mit Duftstoffen (zum Beispiel Hundehaare) vertreiben zu wollen. Hat sich der Marder erst einmal eingenistet, wird er sich davon nicht stören lassen.
Die Anwendung einer Marderfalle gestaltet sich unterdessen sehr einfach und ist sehr effektiv. Lockmittel helfen dabei, den Marder in die Nähe der Falle zu locken. Die Falle wird mit einem Köder bestückt, welches den Marder verleitet die Falle zu betreten. Es ist auch möglich auf das Lockmittel zu verzichten, wenn man den „gewohnten Pfad“ des Marders ausfindig gemacht hat (Marder bewegen sich oft auf dem immer gleichen Weg zu Ihrem Nest). Die Marderfalle wird dem Tier in den Weg gestellt, wodurch der Marder die Falle betritt und den Schliessmechanismus der Falle auslöst. Der Marder erleidet beim Fang keinerlei Schäden und kann in genügender Entfernung in der Natur freigelassen werden. (Beim Kauf einer Marderfalle in unserem Webshop erhalten Sie eine detaillierte Fanganleitung. In der Fanganleitung werden Lockmittel, Köder und Fallenstandort umfassend diskutiert.)

 

Können Marderfallen aus Draht (Drahtkastenfallen) zum Fang verwendet werden? Übersicht

Drahtkastenfallen sind tierschutzrechtlich sehr bedenklich und dürfen lediglich für den Fang von Fuchswelpen eingesetzt werden, weil diese noch kein Gefahrenbewusstsein entwickelt haben und sich nach dem Fang in der Drahtkastenfalle recht ruhig verhalten. Erfahrenes Raubwild hingegen, wird in der belichteten Falle sehr unruhig und versucht unentwegt auszubrechen. Die Tiere werden dabei unnötigen Stress ausgesetzt. In den geschlossenen und dunklen Kastenfallen beruhigt sich das Raubwild hingegen sehr schnell.
Abgesehen von dem tierschutzrechtlichen Aspekt, verspricht die Drahtkastenfalle keinen grossen Fangerfolg, weil dieser Fallentyp vom Marder sehr schlecht angenommen wird. Auch der Transport eines gefangenen Tieres gestaltet sich in einer völlig geschlossenen und innen dunklen Falle sehr viel einfacher.

 

Welches Lockmittel eignet sich für den Fang des Marders mit einer Kastenfalle? Übersicht

Lockmittel werden dazu benutzt, um den Marder in die Nähe der Falle zu locken. Das Lockmittel sollte aber nicht überbewertet und mit dem Köder verwechselt werden. Gefangen wird der Marder über den Köder in der Falle und nicht über das Lockmittel. Aus Erfahrung wissen wir, dass kommerziell erhältliche Lockmittel oft nicht halten, was sie versprechen, weswegen von deren Kauf abzuraten ist. Vielmehr raten wir zum Gebrauch von einfachen Dingen, die sich in fast jedem Haushalt finden, z.B. geräucherter Fisch (den Fisch in nicht erreichbarer Höhe in der Nähe der Falle aufhängen), Dörrobst, Rosinen, Schokolade. In Jägerkreisen wird Anisöl als Lockmittel verwendet.
Bei der Anwendung der Lockmittel wird oft der Fehler gemacht, dass die Marderfalle über und über in Lockmittel „getränkt“ wird. Dies sollte vermieden werden, denn nicht der Mensch soll von der Falle angelockt werden, sondern der Marder.
Weitere wertvolle Tipps zur richtigen Anwendung von Lockmittel und Köder erhalten Sie beim Kauf unserer Marderfalle mit der Fanganleitung. Hier finden sich die Erfahrungen und Rückmeldungen vieler Kunden zusammengefasst, um Ihre eigenen Fangchancen zu erhöhen.

 

Was kann ich zur Marderabwehr tun, um einen erneuten Marderbefall zu verhindern? Übersicht

Nachdem der Marder erfolgreich gefangen wurde, ist die Arbeit auf keinen Fall getan, da ansonsten schnell ein erneuter Marderbefall droht, der wieder Schäden verursachen kann. Versuchen Sie herauszufinden, wie der Marder in das Gebäude gelangen konnte. Vergessen Sie dabei nicht, dass der Marder ein sehr guter Kletterer ist, durch 5 cm grosse Löcher passt und bis 2 m hohe Hindernisse überwinden kann. Im Winter ist es möglich, den Marder durch seine Spuren im Schnee auf die Schliche zu kommen, aber auch auf sandigen Flächen oder auf ausgestreutem Mehl kann man seine Spuren gut erkennen. Beachten Sie, dass auch Fallrohre von Dachrinnen vom Marder erklettert werden können. Ist das Einstiegsloch des Marders entdeckt, verschliessen Sie es wirklich erst, wenn Sie den Marder gefangen und ausgesetzt haben, da sich sonst der Marder weitere Schlupflöcher sucht. Verschliessen Sie das Schlupfloch mit Drahtgeflecht oder Holzbrettern. Verbreiten Sie für den Marder unangenehme Gerüche. Hundehaare leisten hier einen guten Beitrag, um vor einer erneuten Einnistung eines Marders zu schützen.

 

Wie kann ich Marderschäden am Auto verhindern? Übersicht

Es wird überall kontrovers diskutiert, welche Methode am besten vor Marderschäden am Auto schützt. Schallgeräte können auch hier nicht uneingeschränkt empfohlen werden, da diese das Gehör des Tieres schädigen können. Zudem verbraucht ein solches Gerät permanent Energie, was besonders im Winter die Batterie schnell schwächer werden lässt.
Der Einsatz einer Marderfalle am Auto ist ebenso möglich. Die Falle kann hierzu mit etwas Gras (Einstreu aus dem Kleintierfachhandel) umwickelt und direkt neben dem KFZ aufgestellt werden. Wird die Marderfalle mit einem Lockmittel bestückt, lenkt dieses das Tier vom Auto ab und lockt es in die Falle. Der Marder sollte auch hier wieder in genügender Entfernung vom Auto in der Natur ausgesetzt werden.

Neben einem Auto aufgestellte Marderfalle. Eine Tarnung der Marderfalle mit Einstreu aus dem Kleintierfachhandel kann die Fangchancen noch erhöhen.                      die Marderfalle sollte in direkter Nähe zum Vorderrad des Autos aufgestellt werden, da Marder an der Vorderachse in den Motorraum gelangen
Neben einem Auto aufgestellte Marderfalle. Eine Tarnung der Marderfalle mit Einstreu aus dem Kleintierfachhandel kann die Fangchancen noch erhöhen.   Die Marderfalle sollte in direkter Nähe zum Vorderrad des Autos aufgestellt werden, da Marder an der Vorderachse in den Motorraum gelangen.