Die Katze

 

Übersicht  

 

Die Katze - allgemeines
Übersicht

Sowohl die Wildkatze als auch die Hauskatze gehören der Familie der katzenartigen Raubtiere an.
Die Wildkatze sieht der Hauskatze zum Verwechseln ähnlich. Die wenigen Unterschiede, die eher nur durch ein geschultes Auge erkennbar sind, sind der lange, buschige,  in einer breiten Rundung endende Schwanz mit meist drei schwarzen „Kringeln" am Schwanzende und die fast immer rosige Nase. Durch Jäger, welche sie meist als verwilderte Hauskatze erkannten, wurde ihr Bestand stark reduziert. Mittlerweile hat sich die Population etwas stabilisiert, unter anderem in den Wäldern des Jura.
Die Hauskatze hingegen ist ein sehr weitverbreitetes Tier, welches seit mindestens 9500 Jahren als Haustier gehalten wird. Die Hauskatze ist im Durchschnitt 50 cm lang und ca. 4 kg schwer. Die Länge des Schwanzes misst etwa 25 – 30 cm.

 

Katze und Mensch- Wildkatze und Hauskatze im Vergleich. Übersicht

Die Wildkatze ist ein Einzelgänger und hält sich aufgrund ihres scheuen Wesens vom Menschen fern und ist daher sehr selten in freier Wildbahn zu sehen. Durch intensive Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und Landwirtschaft wurde ihr Lebensraum stark zurückgedrängt. Trotz dieses Umstandes zieht sich die Wildkatze eher zurück, als dass sie die Nähe des Menschen sucht.
Die Hauskatze ist indessen das weitverbreitetste Haustier. In der Schweiz leben schätzungsweise 1,3 – 1,5 Millionen Katzen in Haushalten. Durch ihr soziales Verhalten gegenüber anderen Katzen und dem Menschen war es erst möglich, sie als Haustier zu halten. Die Hauskatze sucht die Nähe eines oder mehrerer Partner.

 

Das Problem- die „verwilderte Hauskatze“. Übersicht

Verwilderte Hauskatzen gehen aus ausgesetzten oder entlaufenen Hauskatzen hervor und haben keine Besitzer mehr bzw. leben in keinem Haushalt.
Eine genaue Zahl über verwilderte Hauskatzen in der Schweiz ist schwer zu finden. Sie liegt jedoch sicherlich über der der Hauskatzen, die in einem Haushalt gehalten werden. Verwilderte Hauskatzen haben nach verschiedenen Untersuchungen eine Lebenserwartung von ca. 1,5  - 4,2 Jahren. In Anbetracht ihrer Geschlechtsreife zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat, der Tragezeit von 63 bis 68 Tagen und der Wurfgrösse von mindestens 3 Jungen, kann aus einem Katzenpaar in 10 Jahren eine Katzenpopulation von 80 Millionen Katzen hervorgehen. Da die verwilderte Hauskatze kaum natürliche Feinde hat, kann sie sich so ungehindert vermehren.

 

Welche Auswirkungen haben verwilderte Hauskatzen auf die Umwelt? Übersicht

Das Problem einer zu hohen Anzahl von verwilderten Hauskatzen ist vielfältig. Da sich verwilderte Hauskatzen unter anderem von jungen Hasen, bodenbrütenden Vögeln und Reptilien ernähren, wird deren Anzahl durch die Überzahl an verwilderten Hauskatzen stark dezimiert und somit das Ökosystem der Wälder gefährdet. Weiterhin hat die verwilderte Hauskatze begonnen, sich mit der eigentlichen Wildkatze zu vermehren und droht somit, diese Art von Katzen (Wildkatzen)  durch Vermischung des Erbgutes auszurotten. Ebenso gilt die verwilderte Hauskatze als Überträger von Krankheiten. Dazu gehören parasitäre Krankheiten wie Würmer, Flöhe und Milben als auch Viruserkrankungen wie Katzenschnupfen und Katzenleukämie.

 

Verwilderte Hauskatzen haben oft ein kurzes und qualvolles Leben. Übersicht

Verwilderte Hauskatzen finden kaum katzengerechte Nahrung bzw. müssen sich gegenüber anderen verwilderten Hauskatzen durchsetzten. Dies geht oft mit Verletzungen einher. Da ihnen eine tierärztliche Behandlung fremd ist, sterben sie meist qualvoll an diesen Verletzungen. Ebenso haben verwilderte Hauskatzen oft mit Krankheiten zu kämpfen. Bedingt durch die teils sehr dichte Population, werden Krankheiten schnell übertragen und führen zu einem qualvollen Tod.
Zusammenfassend kann das Leben einer verwilderten Hauskatze oft als kurz und qualvoll beschrieben werden.

 

Was kann der Mensch tun? Übersicht

Da die verwilderten Hauskatzen keine natürlichen Feinde haben, kann nur der Mensch dieses Problem in Angriff nehmen.
Die grosse Anzahl von verwilderten Katzen kann kaum versorgt und betreut werden. Eine Fütterung der Tiere führt lediglich zu einem noch schnelleren Wachstum der Population. Es sollte besser versucht werden, die Anzahl der Tiere konstant zu halten oder gar zu reduzieren. Damit ist nicht das Töten dieser Tiere gemeint, sondern die Kastration, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern.
Jährlich werden ca. 11.000 verwilderte Hauskatzen von Tierschützern in der Schweiz gefangen und nach erfolgreicher Kastration wieder in ihrer vertrauten Umgebung ausgesetzt. Somit konnte schon vielen kleinen Katzen ein qualvolles leben erspart werden.
Aber auch Besitzer von Hauskatzen sind hier gefragt. Als Freigänger gehaltene Hauskatzen tragen zur Vermehrung von verwilderten Hauskatzen bei. Eine Kastration Ihrer eigenen Hauskatze hilft somit die Anzahl der wildlebenden Hauskatzen zu reduzieren.

 

Wozu wird eine Katzenfalle benötigt? Übersicht

In den meisten uns bekannten Fällen wird die Katzenfalle zum Fang von verwilderten Hauskatzen genutzt oder um eine entlaufene Hauskatze wieder einzufangen.
Verwilderte Hauskatzen können nach dem Fang sehr gut in der dunklen Falle transportiert werden, um sie dem Tierschutz zuzuführen und/oder sie vom eigenen Grundstück/Boden fernzuhalten.
Ebenso häufig wird die Katzenfalle dazu genutzt, um eine entlaufene Hauskatze wieder einzufangen. Oft wird uns von der Situation berichtet, dass das neue „Familienmitglied“ ohne genügender Eingewöhnungsphase nach draussen entwischt ist. Solange diese Katzen in der Gegend ausreichend Futter finden, kommen sie nicht zu ihrem Besitzer zurück. Dank vieler Rückmeldungen wissen wir, dass sich entlaufene Katzen oft noch in der näheren Umgebung aufhalten und mit unserer Katzenfalle sehr gut eingefangen werden können.

 

Drahtkastenfalle oder Lebendfalle aus Holz? Übersicht

Aufgrund der häufigen Nachfrage empfehlen wir zum Lebendfang von Tieren Kastenfallen, die nach dem Fang im Inneren völlig abgedunkelt sind. Gerade verwilderte Hauskatzen, die das Eingesperrt sein überhaupt nicht kennen, bedeutet eine Drahtkastenfalle enormer Stress. Sie sehen nach dem Fang die Umgebung und versuchen aus der Falle zu entkommen. Dabei können sie sich zum Teil verletzen und sind insgesamt unnötigen Qualen ausgesetzt. Die Verletzungen befinden sich oft an Maul oder Gebiss. Nach der Freilassung können diese Tiere schlechter Nahrung aufnehmen und sind nicht mehr überlebensfähig.
In einer Kastenfalle aus Holz beruhigen sich die Tiere aufgrund der Dunkelheit sehr schnell. Daher werden diese Kastenfallen von Tierschützern bevorzugt.