Häufig gestellte Fragen

 

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Ist die Lebendfalle bereits zusammengebaut?

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Ja, Sie erhalten die Lebendfalle fertigt montiert und sofort einsatzbereit. Sie müssen lediglich die Verpackung und Transportsicherung entfernen.

 

Warum ist der Einsatz einer Gitterfalle nicht sinnvoll? Übersicht

Aus tierschutzrechtlichen Gründen ist der Einsatz von Gitterfallen eher bedenklich. Da das gefangene Tier seine Umgebung sehen kann, versucht es, sich aus der Falle zu befreien. Dabei kann es zu erheblichen Verletzungen kommen, die zum Teil tödlich für das Tier enden können. In unserer Holzfalle ist das gefangene Tier in einem abgedunkelten Raum und beruhigt sich in der Regel. Ausserdem ist der Boden einer Gitterfalle unnatürlich, so dass ein Fangerfolg eher ausbleibt.

 

Wie wirksam sind Duftstoffe? Übersicht

Der Marder ist ein sehr geruchs- und gehörsensibles Tier. Jedoch kann der Marder sich auch sehr gut Umgebungsveränderungen anpassen. Sobald der Marder mit dem Duft/Duftstoff keine Gefahr verbinden kann, verliert er seine Wirkung. So sind die im Handel erhältliche Duftstoffe, ob auf chemischer oder biologischer Basis, nicht von Dauer.

 

Gibt es eine dauerhafte Marderabwehr?
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Eine dauerhafte Marderabwehr ist sehr schwierig. Zunächst muss der Marder, der sich bereits in dem Revier niedergelassen hat, gefangen und mindestens 40 km entfernt wieder freigelassen werden. Marder finden wie Katzen auch über grössere Entfernungen zu ihrem Revier wieder zurück.

Anschliessend müssen die Zugangslöcher verschlossen werden. Gerade dies ist bei älteren Gebäuden kompliziert. Ebenso sollten Aufstiegsmöglichkeiten entfernt oder erschwert werden. Das heisst Fallrohre/Regenrinnen mit einem Schutz versehen und Bäume zurückstutzen. Marder bemerken sofort, ob ein Revier besetzt ist oder nicht. Schnell sind „frei gewordene“ Reviere mit einem neuen Marder wieder besetzt.

 

Der Marder

 

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Der Marder - allgemeines Übersicht

Die Marder gehören zu der Familie hundeartiger Raubtiere und sind somit hauptsächlich Fleischfresser. Während zur Familie der Marder unter anderem auch Dachse, Iltisse, Otter und Wiesel gehören, sind in der Umgangssprache mit „den Mardern“ meistens die Echten Marder, unter anderem der Stein- und der Baummarder, gemeint.
Oft gerät nur der Steinmarder mit dem Menschen in Konflikt, weil er, im Gegensatz zu seinem Vetter, dem Baummarder, die menschliche Nähe sucht. Der Steinmarder hat eine Körperlänge von etwa 40 – 50 cm und ist etwa so lang wie eine Katze, jedoch schlanker und flacher und wiegt ca. 1,5 kg. Das Fell des Steinmarders ist bräunlich und er besitzt eine lange, struppige Rute. Sein auffälligstes Merkmal ist der weiße Kehlfleck.
Da die Marder über einen sehr schlanken Körper verfügen, sind sie sehr wendig, gute Kletterer, können bis 2 m hohe Hindernisse überwinden und sich durch 5 cm große Löcher zwängen.
Der Marder ist weltweit verbreitet und ein Einzelgänger, welcher sein Revier durch Urin und Kot markiert.
Der Mensch selber bekommt den Marder eher selten zu Gesicht, weil er ein dämmerungs- und nachtaktives Tier ist.

Abbildung eines Steinmarders                      Abbildung eines Baummmarders
Abbildung eines Steinmarders   Abbildung eines Baummarders

 

Wie kann man einen Marder im Haus/ auf dem Dachboden/ am Auto erkennen? Übersicht

Häufig vermutet man einen Marder in seinem Haus, im Dachstuhl oder an seinem Auto, wenn die nächtliche Ruhe durch Gepolter gestört oder Kabel im Motorraum des Autos durchgebissen sind. Die Tiere sind dabei nicht nur in ländlichen Regionen sondern auch in Grossstädten häufig anzutreffen.
Der Marder hinterlässt oft Kot als Reviermarkierung und kann anhand dessen recht gut identifiziert werden. Der wurstartige Kot ist etwa 8–10 cm lang und 1–2 cm dick und endet in einer gedrehten Spitze. Oft ist er mit Beuteresten versetzt und besteht aus dicht zusammengedrehten Haaren, Federn oder Obstkernen.

Kot eines Marders                      Grössenvergleich Kot eines Marders
Zerstörte und durch Kot verunreinigtes Dämmungsmaterial   Marderkot

 

Wie kann man den Marder vertreiben? Übersicht

Bitte beachten Sie, dass der (Stein-) Marder unter das Tierschutzgesetz fällt, und damit in der Schweiz dem Jagdrecht unterliegt. Für sie gilt somit eine Jagd- und Schonzeit (16.02. – 31.08.). Das heißt, sie dürfen in diesem Zeitraum nicht getötet werden.
Ein Marderschaden kann jedoch grosse Löcher im Geldbeutel hinterlassen, so dass man die Anwesenheit eines Marders nicht ignorieren sollte. Unsere Empfehlung ist der Fang des Tieres in einer Lebendfalle (Marderfalle). Dem Marder werden dadurch Qualen, wie zum Beispiel durch das Vergiften erspart. Auch der Einsatz von Schallgeräten ist nicht unumstritten, da diese das Gehör des Marders schädigen können. Durch die Schädigung des Gehöres wird der Marder ausserdem unempfindlich gegen die Schallquelle und wird im schlimmsten Fall nicht vertrieben. Nicht sinnvoll ist es den Marder mit Duftstoffen (zum Beispiel Hundehaare) vertreiben zu wollen. Hat sich der Marder erst einmal eingenistet, wird er sich davon nicht stören lassen.
Die Anwendung einer Marderfalle gestaltet sich unterdessen sehr einfach und ist sehr effektiv. Lockmittel helfen dabei, den Marder in die Nähe der Falle zu locken. Die Falle wird mit einem Köder bestückt, welches den Marder verleitet die Falle zu betreten. Es ist auch möglich auf das Lockmittel zu verzichten, wenn man den „gewohnten Pfad“ des Marders ausfindig gemacht hat (Marder bewegen sich oft auf dem immer gleichen Weg zu Ihrem Nest). Die Marderfalle wird dem Tier in den Weg gestellt, wodurch der Marder die Falle betritt und den Schliessmechanismus der Falle auslöst. Der Marder erleidet beim Fang keinerlei Schäden und kann in genügender Entfernung in der Natur freigelassen werden. (Beim Kauf einer Marderfalle in unserem Webshop erhalten Sie eine detaillierte Fanganleitung. In der Fanganleitung werden Lockmittel, Köder und Fallenstandort umfassend diskutiert.)

 

Können Marderfallen aus Draht (Drahtkastenfallen) zum Fang verwendet werden? Übersicht

Drahtkastenfallen sind tierschutzrechtlich sehr bedenklich und dürfen lediglich für den Fang von Fuchswelpen eingesetzt werden, weil diese noch kein Gefahrenbewusstsein entwickelt haben und sich nach dem Fang in der Drahtkastenfalle recht ruhig verhalten. Erfahrenes Raubwild hingegen, wird in der belichteten Falle sehr unruhig und versucht unentwegt auszubrechen. Die Tiere werden dabei unnötigen Stress ausgesetzt. In den geschlossenen und dunklen Kastenfallen beruhigt sich das Raubwild hingegen sehr schnell.
Abgesehen von dem tierschutzrechtlichen Aspekt, verspricht die Drahtkastenfalle keinen grossen Fangerfolg, weil dieser Fallentyp vom Marder sehr schlecht angenommen wird. Auch der Transport eines gefangenen Tieres gestaltet sich in einer völlig geschlossenen und innen dunklen Falle sehr viel einfacher.

 

Welches Lockmittel eignet sich für den Fang des Marders mit einer Kastenfalle? Übersicht

Lockmittel werden dazu benutzt, um den Marder in die Nähe der Falle zu locken. Das Lockmittel sollte aber nicht überbewertet und mit dem Köder verwechselt werden. Gefangen wird der Marder über den Köder in der Falle und nicht über das Lockmittel. Aus Erfahrung wissen wir, dass kommerziell erhältliche Lockmittel oft nicht halten, was sie versprechen, weswegen von deren Kauf abzuraten ist. Vielmehr raten wir zum Gebrauch von einfachen Dingen, die sich in fast jedem Haushalt finden, z.B. geräucherter Fisch (den Fisch in nicht erreichbarer Höhe in der Nähe der Falle aufhängen), Dörrobst, Rosinen, Schokolade. In Jägerkreisen wird Anisöl als Lockmittel verwendet.
Bei der Anwendung der Lockmittel wird oft der Fehler gemacht, dass die Marderfalle über und über in Lockmittel „getränkt“ wird. Dies sollte vermieden werden, denn nicht der Mensch soll von der Falle angelockt werden, sondern der Marder.
Weitere wertvolle Tipps zur richtigen Anwendung von Lockmittel und Köder erhalten Sie beim Kauf unserer Marderfalle mit der Fanganleitung. Hier finden sich die Erfahrungen und Rückmeldungen vieler Kunden zusammengefasst, um Ihre eigenen Fangchancen zu erhöhen.

 

Was kann ich zur Marderabwehr tun, um einen erneuten Marderbefall zu verhindern? Übersicht

Nachdem der Marder erfolgreich gefangen wurde, ist die Arbeit auf keinen Fall getan, da ansonsten schnell ein erneuter Marderbefall droht, der wieder Schäden verursachen kann. Versuchen Sie herauszufinden, wie der Marder in das Gebäude gelangen konnte. Vergessen Sie dabei nicht, dass der Marder ein sehr guter Kletterer ist, durch 5 cm grosse Löcher passt und bis 2 m hohe Hindernisse überwinden kann. Im Winter ist es möglich, den Marder durch seine Spuren im Schnee auf die Schliche zu kommen, aber auch auf sandigen Flächen oder auf ausgestreutem Mehl kann man seine Spuren gut erkennen. Beachten Sie, dass auch Fallrohre von Dachrinnen vom Marder erklettert werden können. Ist das Einstiegsloch des Marders entdeckt, verschliessen Sie es wirklich erst, wenn Sie den Marder gefangen und ausgesetzt haben, da sich sonst der Marder weitere Schlupflöcher sucht. Verschliessen Sie das Schlupfloch mit Drahtgeflecht oder Holzbrettern. Verbreiten Sie für den Marder unangenehme Gerüche. Hundehaare leisten hier einen guten Beitrag, um vor einer erneuten Einnistung eines Marders zu schützen.

 

Wie kann ich Marderschäden am Auto verhindern? Übersicht

Es wird überall kontrovers diskutiert, welche Methode am besten vor Marderschäden am Auto schützt. Schallgeräte können auch hier nicht uneingeschränkt empfohlen werden, da diese das Gehör des Tieres schädigen können. Zudem verbraucht ein solches Gerät permanent Energie, was besonders im Winter die Batterie schnell schwächer werden lässt.
Der Einsatz einer Marderfalle am Auto ist ebenso möglich. Die Falle kann hierzu mit etwas Gras (Einstreu aus dem Kleintierfachhandel) umwickelt und direkt neben dem KFZ aufgestellt werden. Wird die Marderfalle mit einem Lockmittel bestückt, lenkt dieses das Tier vom Auto ab und lockt es in die Falle. Der Marder sollte auch hier wieder in genügender Entfernung vom Auto in der Natur ausgesetzt werden.

Neben einem Auto aufgestellte Marderfalle. Eine Tarnung der Marderfalle mit Einstreu aus dem Kleintierfachhandel kann die Fangchancen noch erhöhen.                      die Marderfalle sollte in direkter Nähe zum Vorderrad des Autos aufgestellt werden, da Marder an der Vorderachse in den Motorraum gelangen
Neben einem Auto aufgestellte Marderfalle. Eine Tarnung der Marderfalle mit Einstreu aus dem Kleintierfachhandel kann die Fangchancen noch erhöhen.   Die Marderfalle sollte in direkter Nähe zum Vorderrad des Autos aufgestellt werden, da Marder an der Vorderachse in den Motorraum gelangen.

Der Fuchs

 

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Der Fuchs - Allgemeines

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Der Fuchs (gemeint ist im deutschen Sprachraum oft der Rotfuchs) gehört zur Familie der Hunde und ist damit verwandt mit den Wölfen und Haushunden. Der Fuchs hat im Laufe der Evolution eine hohe Anpassungsfähigkeit entwickelt, welche durch seine Nahrungsaufnahme verdeutlicht wird. Er ist ein Nahrungsgeneralist und auf keine bestimmte Nahrung spezialisiert. So nimmt er gerne eine Nahrungspalette von Früchten über Kleinwild und Aas bis hin zu dem Inhalt von Kehrrichtsäcken und Komposthaufen an.
Zudem besitzt er sehr gut ausgeprägte Sinnesorgane, welche durch ein enormes Misstrauen ergänzt werden. Daraus folgend ist der Fuchs ein sehr vorsichtiges Tier.
Alle diese Eigenschaften erlauben dem Fuchs eine Besiedlung von fast allen Lebensräumen auf fast allen Kontinenten dieser Welt.

 

Warum muss der Fuchsbestand durch menschlichen Eingriff reguliert werden? Übersicht

Die Viruserkrankung „Tollwut“ stellte für lange Zeit eine natürliche Regulation des Fuchsbestandes dar. Die Krankheit wird über den Speichel des Tieres übertragen und führt innerhalb kurzer Zeit zum Tod. Durch die breit angelegten Impfkampagnen gegen die Tollwut mit ausgestreuten Impfködern, wurde diese natürliche Regulation durch den Menschen aufgehoben. Die Folgen für den Lebensraum Wald waren enorm. Durch die sich ausbreitende Fuchspopulation wurden andere Tierarten (z.B. bodenbrütende Vögel) stark dezimiert.
Nach dem Erreichen der maximalen Bestandsdichte des Fuchses im Lebensraum Wald, drang die Fuchspopulation bis in die Siedlungsgebiete des Menschen vor. Unglaublich, aber selbst in Grossstädten ist der Fuchs heute häufig anzutreffen. In den Siedlungsgebieten des Menschen findet der Fuchs ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Dieses besteht aus: Abfällen auf offenen Komposthaufen; Mäuse, die von Komposthaufen angezogen werden; im Strassenverkehr verunglücktes Wild; Obst; Abfälle aus Kehrrichtsäcken; ungenügend gesicherte Haustiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Gänse).
Um das Gleichgewicht im Lebensraum Wald wiederherzustellen und auch Konflikte zwischen Mensch und Fuchs in menschlichen Siedlungsgebieten zu vermeiden, bedarf es einer Regulation des Fuchsbestandes. Eine Möglichkeit dies zu bewerkstelligen ist die Fangjagd mit dem Einsatz von Fuchsfallen (Kastenfallen, Lebendfallen).

 

Können Drahtkastenfallen zum Fang eines Fuchses verwendet werden? Übersicht

Drahtkastenfallen sind tierschutzrechtlich sehr bedenklich und dürfen mit nur einer Ausnahme für die Fangjagd verwendet werden. Diese Ausnahme ist der Fang von Fuchswelpen. Jungfüchse sind sehr neugierig und besitzen noch kein Gefahrenbewusstsein, weswegen diese Falle von Ihnen angenommen wird. Zum Fang wird eine Drahtkastenfalle in den Eingang des Fuchsbaus geschoben. Wenn die Jungfüchse ihre ersten Erkundungen ausserhalb des Fuchsbaus wagen, gehen diese in die Falle. Werden Drahtkastenfallen zum Fang von Fuchswelpen eingesetzt, müssen diese alle zwei Stunden kontrolliert werden. Ausgewachsene Füchse können mit Drahtkastenfallen nicht gefangen werden, weil Sie diesen Fallentyp nicht annehmen.
Tierschutzrechtlich bedenklich sind Drahtkastenfallen, weil der Fuchs und auch andere Raubtiere in der belichteten Drahtkastenfalle sehr unruhig wird und unentwegt versucht auszubrechen. Die Tiere werden dabei unnötigem Stress ausgesetzt. In den geschlossenen und dunklen Kastenfallen beruhigt sich das Raubwild hingegen sehr schnell.

Die Katze

 

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Die Katze - allgemeines
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Sowohl die Wildkatze als auch die Hauskatze gehören der Familie der katzenartigen Raubtiere an.
Die Wildkatze sieht der Hauskatze zum Verwechseln ähnlich. Die wenigen Unterschiede, die eher nur durch ein geschultes Auge erkennbar sind, sind der lange, buschige,  in einer breiten Rundung endende Schwanz mit meist drei schwarzen „Kringeln" am Schwanzende und die fast immer rosige Nase. Durch Jäger, welche sie meist als verwilderte Hauskatze erkannten, wurde ihr Bestand stark reduziert. Mittlerweile hat sich die Population etwas stabilisiert, unter anderem in den Wäldern des Jura.
Die Hauskatze hingegen ist ein sehr weitverbreitetes Tier, welches seit mindestens 9500 Jahren als Haustier gehalten wird. Die Hauskatze ist im Durchschnitt 50 cm lang und ca. 4 kg schwer. Die Länge des Schwanzes misst etwa 25 – 30 cm.

 

Katze und Mensch- Wildkatze und Hauskatze im Vergleich. Übersicht

Die Wildkatze ist ein Einzelgänger und hält sich aufgrund ihres scheuen Wesens vom Menschen fern und ist daher sehr selten in freier Wildbahn zu sehen. Durch intensive Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und Landwirtschaft wurde ihr Lebensraum stark zurückgedrängt. Trotz dieses Umstandes zieht sich die Wildkatze eher zurück, als dass sie die Nähe des Menschen sucht.
Die Hauskatze ist indessen das weitverbreitetste Haustier. In der Schweiz leben schätzungsweise 1,3 – 1,5 Millionen Katzen in Haushalten. Durch ihr soziales Verhalten gegenüber anderen Katzen und dem Menschen war es erst möglich, sie als Haustier zu halten. Die Hauskatze sucht die Nähe eines oder mehrerer Partner.

 

Das Problem- die „verwilderte Hauskatze“. Übersicht

Verwilderte Hauskatzen gehen aus ausgesetzten oder entlaufenen Hauskatzen hervor und haben keine Besitzer mehr bzw. leben in keinem Haushalt.
Eine genaue Zahl über verwilderte Hauskatzen in der Schweiz ist schwer zu finden. Sie liegt jedoch sicherlich über der der Hauskatzen, die in einem Haushalt gehalten werden. Verwilderte Hauskatzen haben nach verschiedenen Untersuchungen eine Lebenserwartung von ca. 1,5  - 4,2 Jahren. In Anbetracht ihrer Geschlechtsreife zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat, der Tragezeit von 63 bis 68 Tagen und der Wurfgrösse von mindestens 3 Jungen, kann aus einem Katzenpaar in 10 Jahren eine Katzenpopulation von 80 Millionen Katzen hervorgehen. Da die verwilderte Hauskatze kaum natürliche Feinde hat, kann sie sich so ungehindert vermehren.

 

Welche Auswirkungen haben verwilderte Hauskatzen auf die Umwelt? Übersicht

Das Problem einer zu hohen Anzahl von verwilderten Hauskatzen ist vielfältig. Da sich verwilderte Hauskatzen unter anderem von jungen Hasen, bodenbrütenden Vögeln und Reptilien ernähren, wird deren Anzahl durch die Überzahl an verwilderten Hauskatzen stark dezimiert und somit das Ökosystem der Wälder gefährdet. Weiterhin hat die verwilderte Hauskatze begonnen, sich mit der eigentlichen Wildkatze zu vermehren und droht somit, diese Art von Katzen (Wildkatzen)  durch Vermischung des Erbgutes auszurotten. Ebenso gilt die verwilderte Hauskatze als Überträger von Krankheiten. Dazu gehören parasitäre Krankheiten wie Würmer, Flöhe und Milben als auch Viruserkrankungen wie Katzenschnupfen und Katzenleukämie.

 

Verwilderte Hauskatzen haben oft ein kurzes und qualvolles Leben. Übersicht

Verwilderte Hauskatzen finden kaum katzengerechte Nahrung bzw. müssen sich gegenüber anderen verwilderten Hauskatzen durchsetzten. Dies geht oft mit Verletzungen einher. Da ihnen eine tierärztliche Behandlung fremd ist, sterben sie meist qualvoll an diesen Verletzungen. Ebenso haben verwilderte Hauskatzen oft mit Krankheiten zu kämpfen. Bedingt durch die teils sehr dichte Population, werden Krankheiten schnell übertragen und führen zu einem qualvollen Tod.
Zusammenfassend kann das Leben einer verwilderten Hauskatze oft als kurz und qualvoll beschrieben werden.

 

Was kann der Mensch tun? Übersicht

Da die verwilderten Hauskatzen keine natürlichen Feinde haben, kann nur der Mensch dieses Problem in Angriff nehmen.
Die grosse Anzahl von verwilderten Katzen kann kaum versorgt und betreut werden. Eine Fütterung der Tiere führt lediglich zu einem noch schnelleren Wachstum der Population. Es sollte besser versucht werden, die Anzahl der Tiere konstant zu halten oder gar zu reduzieren. Damit ist nicht das Töten dieser Tiere gemeint, sondern die Kastration, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern.
Jährlich werden ca. 11.000 verwilderte Hauskatzen von Tierschützern in der Schweiz gefangen und nach erfolgreicher Kastration wieder in ihrer vertrauten Umgebung ausgesetzt. Somit konnte schon vielen kleinen Katzen ein qualvolles leben erspart werden.
Aber auch Besitzer von Hauskatzen sind hier gefragt. Als Freigänger gehaltene Hauskatzen tragen zur Vermehrung von verwilderten Hauskatzen bei. Eine Kastration Ihrer eigenen Hauskatze hilft somit die Anzahl der wildlebenden Hauskatzen zu reduzieren.

 

Wozu wird eine Katzenfalle benötigt? Übersicht

In den meisten uns bekannten Fällen wird die Katzenfalle zum Fang von verwilderten Hauskatzen genutzt oder um eine entlaufene Hauskatze wieder einzufangen.
Verwilderte Hauskatzen können nach dem Fang sehr gut in der dunklen Falle transportiert werden, um sie dem Tierschutz zuzuführen und/oder sie vom eigenen Grundstück/Boden fernzuhalten.
Ebenso häufig wird die Katzenfalle dazu genutzt, um eine entlaufene Hauskatze wieder einzufangen. Oft wird uns von der Situation berichtet, dass das neue „Familienmitglied“ ohne genügender Eingewöhnungsphase nach draussen entwischt ist. Solange diese Katzen in der Gegend ausreichend Futter finden, kommen sie nicht zu ihrem Besitzer zurück. Dank vieler Rückmeldungen wissen wir, dass sich entlaufene Katzen oft noch in der näheren Umgebung aufhalten und mit unserer Katzenfalle sehr gut eingefangen werden können.

 

Drahtkastenfalle oder Lebendfalle aus Holz? Übersicht

Aufgrund der häufigen Nachfrage empfehlen wir zum Lebendfang von Tieren Kastenfallen, die nach dem Fang im Inneren völlig abgedunkelt sind. Gerade verwilderte Hauskatzen, die das Eingesperrt sein überhaupt nicht kennen, bedeutet eine Drahtkastenfalle enormer Stress. Sie sehen nach dem Fang die Umgebung und versuchen aus der Falle zu entkommen. Dabei können sie sich zum Teil verletzen und sind insgesamt unnötigen Qualen ausgesetzt. Die Verletzungen befinden sich oft an Maul oder Gebiss. Nach der Freilassung können diese Tiere schlechter Nahrung aufnehmen und sind nicht mehr überlebensfähig.
In einer Kastenfalle aus Holz beruhigen sich die Tiere aufgrund der Dunkelheit sehr schnell. Daher werden diese Kastenfallen von Tierschützern bevorzugt.

 

Das Wiesel

 

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Das Wiesel - Allgemeines

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Das Wiesel gehört zu den hundeartigen Raubtieren und wird der Familie der Marder zugeordnet. In Europa ist das Wiesel das kleinste Raubtier und in zwei Arten beheimatet, dem Hermelin und dem Mauswiesel. Beide Wieselarten zeichnen sich durch einen  langgestreckten, schlanken Körper mit kurzen Gliedmassen und verhältnismässig kurzem Schwanz aus. Sie haben ein braunes Fell mit heller, meist weisser Unterseite. Im Winter färbt sich teilweise das Fell komplett weiss. Die Wiesel sind Einzelgänger und am Tag und in der Dämmerung, im Winter auch nachts, auf der Jagd. Sie sind geschickte und aggressive Jäger, die  ihre gleichgrosse und zum Teil auch grösser Beute reissen oder durch einen Hinterkopfbiss töten. Bei der Beute handelt es sich hauptsächlich um Nagetiere wie Mäuse und Kaninchen. In Zeiten knapper Nahrung werden aber auch Vögel, Eidechsen oder andere Wirbeltiere bejagt.

 

Das Wiesel und der Mensch Übersicht

Bevor die Hauskatze als Mäusefänger auf Höfen eingesetzt wurde, war das Mauswiesel ein beliebtes Mittel, um dem Mäuse- und Rattenbefall Herr zu werden. Heute spielt das Mauswiesel bei der Jagd eher eine untergeordnete Rolle.

Aufgrund seines relativ hohen Stoffwechsels/Energiebedarfes und seiner Grösse ist es eher das Hermelin oder auch Grosswiesel genannt, das sich in die Nähe des Menschen wagt und Schaden anrichtet. Dort findet es Nahrung in Form von Mäusen, Ratten oder auch Küken und Kaninchen. Erfahrungen haben gezeigt, dass das Wiesel durch kleine Löcher in Kaninchen-, Hühnerställe und Vogelvolieren eindringt und dort Schaden anrichtet. Zunächst wird oft der Marder als Verursacher vermutet, jedoch ist es aufgrund des Fehlens ausreichend grosser Schlupflöcher gut möglich, dass es sich bei dem Übeltäter um ein Wiesel handelt.

 

Was ist bei dem Fang von Wieseln zu beachten! Übersicht

Da das Wiesel eher ein scheues Fluchttier ist, ist eine Bejagung nur mit einer Lebendfalle sinnvoll. Das Wiesel ist nicht nur Jäger sondern auch Beutetier. Es bewegt sich sehr nahe am Boden und ist immer auf der Suche nach einem Versteck. Somit ist in der Regel ein Lockmittel oder Köder nicht nötig. Die Falle sollte als gutes Versteck getarnt sein und einen ebenen Eingang bieten. Aufgrund  der über den Tag verteilten, hohen Aktivität des Wiesels sollte die Falle öfters (mindestens zweimal) am Tag kontrolliert werden, da das Wiesel durch die für ihn entstehende Aufregung  verenden kann.